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Für Mitglieder gesetzlicher Krankenkassen bieten wir auf der Grundlage des § 40 bzw. 111 SGB V Rehabilitationsbehandlungen an und für
Patienten mit privater Krankenkasse werden Krankenhausbehandlungen gemäß OPS 8-918 durchgeführt. Die Klinik ist auch beihilfefähig.

KOMPARTEMENT-SYNDROM
(Kompartement-Syndrome)

Manche (wenige) Autoren bezeichnen das Kompartement-Syndrom als Kompart iment-Syndrom, Logensynd rom oder auch Tunnelsynd rom.

Was ist eine Kompartement ?

Darunter versteht man einen präformierten (= vorgeformten) Spaltraum, der von Bändern, Faszien, einer Kapsel oder von Knochen begrenzt wird.


Wie entsteht ein Kompartement-Syndrom und wirkt es sich aus?

Die häufigsten Ursachen sind

  1. Verletzungen, insbes. Knochen brüchen, oder

  2. Entzündungen (z.B. Sehnenscheidenentzündungen), aber auch

  3. iatroge (= durch ärztliche Einwirkung im Rahmen von Diagnostik oder Therapie entstanden) Schädigungen

Dadurch kommt es lokal (= örtlich) begrenzt in dem zugehörigen Kompartement zu Flüssigkeitsansammlungen, z.B. als Exsudat (= im Rahmen einer Entzündung aus den Gefäßen ausgetretene Flüssigkeit) oder auch Ödem (= Ansammlung von aus dem Gefäßsystem ausgetretener seröser Flüssigkeit), mit der Folge, daß der örtliche Druck ansteigt und es so zu einer Gefäß- und Nervenkompression kommt, verbunden mit örtlichen Durchblutungsstörungen und Nervenschmerzen.

Am häufigsten tritt ein schmerz haftes Kompartement-Syndrom am Unterarm und Unterschenkel auf. Zu erwähnen ist noch das sog. abdominelle (= den Bauch raum betreffende) Kompartement-Syndrom, das durch progrediente (= fortschreitende) unphysiologische (= unnatürliche) Erhöhung des intraabdominellen (= innerhalb des Bauchraum s) Drucks zu Dysfunktionen (= Fehlfunktion) lebenswichtiger Organe führt.

Therapie bei einem Kompartement-Syndrom im Bereich der Extremitäten (= Arm / Bein):

Primär natürlich chirurgische Dekompression (Druckentlastung), z.B. durch Fasziotomie (= Spaltung der bindegewebigen Hülle).

Spezielle Schmerztherapie bei einem Kompartement-Syndrom

Leider gibt es aber gar nicht so selten Fälle, bei denen trotz einer chirurgischen Intervention weiterhin Schmerzen bestehen, so daß eine spezielle Schmerztherapie notwendig wird.

Sehr bewährt hat sich bei einem Kompartement-Syndrom die therapeutische Lokalanästhesie (= Behandlung mit einem örtlichen Betäubungsmittel) in Form von wiederholten, engmaschigen Infiltrationen und Nervenblockade n, im unteren Körperbereich evtl. rückenmarknahe Blockaden, in hartnäckigen Fällen optimal kontinuierlich mit Katheter. Ein nicht zu unterschätzender Vorteil dieser Behandlungsmethode ist, daß neben der erwünschten Hemmung der Nozizeption (= Schmerzreizleitung), sozusagen als Nebeneffekt, auch vegetative Nervenfasern (= unwillkürliches Nervensystem) mit einbezogen sind. Die daraus resultierende sympathikolytische (= gefäßerweiternde) Wirkung führt zu einer sehr deutlichen Mehrdurchblutung, die u.a. auch einem kompressionsbedingt gestörten Nervenzellmetabolismus (= Stoffwechsel der Nervenzelle) kausal (= ursächlich) entgegenwirkt.

Typische Kompartement-Syndrome (Tun nel-, Logensynd rome) (einfach anklicken)

Laut der Webseite des Bundesministeriums für Gesundheit haben alle Versicherte (also auch ältere Patienten) einer gesetzlichen Krankenkasse einen Rechtsanspruch auf eine Rehabilitation und können sich ihre Rehabilitationseinrichtung sogar selbst aussuchen. Das Bundesgesundheitsministerium schrieb dazu auch einen Brief an die Aufsichtsbehörden. Dieses Wahlrecht wurde mittlerweile auch durch Urteile von Landessozialgerichten bestätigt: Baden-Württemberg (Az: L 4 KR 2071/05) und Hessen ((Az.: L 1 KR 2/05: Gewährt eine Krankenkasse einem Versicherten einen Aufenthalt in einer Reha-Klinik, so ist sie dazu verpflichtet, die Wünsche des Versicherten in Bezug auf die Einrichtung zu berücksichtigen.

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